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Can-Am Spyder RT - Teil 2

...die luxuriöse, vollausgestattete Tourenvariante

Für die nun anstehende Testwoche nahmen wir aber nicht den Roadster mit nach Hause, sondern die Tourenvariante - den Can-Am Spyder RT. Wirkte die Rennsemmel schon ziemlich imposant, ist es der Reisetourer umso mehr. Immerhin: Während die Sportvariante "nur" 362 kg wiegt, bringt der vollausgestattete Reisetourer satte 459 kg auf die Waage. Dafür hat er aber auch einen Zylinder mehr und knapp 15 PS mehr Leistung zur Verfügung.

 

Selbst einen 911er Porsche kann der Spyder an der Ampel noch beeindrucken - auch der Can-Am braucht von 0 auf 100 weniger als fünf Sekunden...

 

Natürlich bietet das Zubehörprogramm endlose Möglichkeiten, seinen Spyder zu individualisieren - aber zunächstmal kommt der Reisetourer tatsächlich vollausgestattet daher, auf den ersten Blick vermißt man nix:

 

  • 155 Liter Stauraum (vorne unter der Haube, seitlich in den Koffern und im Topcase auf dem Heck, sowie ein kleines Ablageflach vorne in der Verkleidung)
  • elektrisch verstellbare, hohe Tourenscheibe
  • Komfortsitzbank mit Lendenwirbelstütze
  • verstellbare Trittbretter für den Beifahrer
  • breite Fußrasten für den Fahrer
  • Windabweiser im Fußbereich
  • Heizgriffe
  • heizbare Haltegriffe für den Beifahrer
  • Soundsystem
  • Bordcomputer mit zahlreichen nützlichen Reise-Funktionen
  • elektrische Feststellbremse
  • Tempomat
  • Bordsteckdose im Topcase

 

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Von Anfang an beeindruckend...

Can-Am Spyder RT - Reisetourer Can-Am Spyder RT - Reisetourer

Der RT fährt sich auf den ersten Blick nicht viel anders als die gelbe Rennsemmel. Natürlich ist der höhere Komfort aber sofort spürbar.

 

Ich sitze auf der Komfortsitzbank besser; ich habe da fast das Gefühl, daß ich im Sitz Platz nehme statt auf dem Sitz.

 

Besonders bei schnelleren Kurvenfahrten finde ich dies bis jetzt super. Die Spiegel sind auch größer als bei der Rennsemmel und gehen noch deutlich mehr über die Ellenbogenspitzen hinaus.

 

Zunächst bin ich vielleicht vierzig bis fünfzig Kilometer ziemlich verhalten gefahren, aber irgendwann hat es dann von alleine "Klick" gemacht und ich habe das Moppeddenken (per Gewichtsverlagerung lenken) endgültig abgestellt, seither fahre ich jeden Kilometer mit wachsender Begeisterung.

 

Das Grinsen wird immer breiter, gerade in Kurvenpassagen! Offengestanden: Ich hätte das nicht für möglich gehalten. Natürlich, es ist anders als das Moppedfahren, keine Frage. Es kommt mehr einem "Kurvensurfen" gleich.

 

Unerreicht ist das Raufschalten, ohne vom Gas gehen zu müssen. Der leichte Touch an der Wippe wird umgehend durch ein sattes Klacken im Getriebe bestätigt und man macht einen weiteren Satz nach vorn. Runter schaltet der Automat - wenn man will, kann man das aber auch noch per Wippe erledigen. Ein weiteres großes Kompliment geht an die Bremsanlage: Tritt man da mal beherzt rein, muss man aufpassen, dass man nicht vom Sitz abhebt - ein Spyder krallt sich vehement in den Boden und es fühlt sich so an, als würde er die Formel für den Bremsweg neu definieren. 

 

Als wir den Can-Am übernahmen, fragte der Verkaufsberater nach der voraussichtlichen KM-Länge unserer Touren. Ich sagte da zu ihm: "Wenn er nix is', machen wir ein paar Photos in Köln und Sie kriegen ihn kommenden Montag mit fünfzig Kilometer mehr aufm' Tacho wieder. Ist er geil, werden's sicher tausend oder mehr." Tja, lieber Händler, heute hatten wir Zeit, das Wetter war schön und der Reisetourer mehr als genial - wir haben ihn heute nach 'ner 400 km-Tagestour in die Garage gefahren; morgen geht's weiter...

 

Wir werden noch zwei schöne längere Touren mit ihm unternehmen. Unter anderem kann er sich in der "Kurven-Eifel" beweisen und am Sonntag sind wir mit ihm beim Yamaha-Day in Neuss - wer will, kann dahinkommen und gerne mal probesitzen. Helene wird auch noch ein eigenes Kapitel hinzufügen, denn sie ist den Spyder heute ebenfalls schon gefahren und wird es am Wochenende natürlich wieder machen...

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