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SteadyStand Multi von AceBikes

Test- und Erfahrungsbericht

SteadyStand Multi von AceBikes SteadyStand Multi von AceBikes

Auch wenn wir uns durchaus als Ganzjahresfahrer bezeichnen und auch noch kurz vor Weihnachten fahren, werden Zeiten kommen, in denen unser Mopped witterungsbedingt auch mal einige Tage oder sogar Wochen in der Garage bleiben muss.

 

Es dann auf dem Seitenständer abzustellen und quasi dabei zuzusehen, wie das Öl dauerhaft die Zylinder auf der Backbord-Seite flutet, hinterläßt bei uns jedenfalls kein gutes Gefühl. Ok, man könnte natürlich stundenlang darüber diskutieren, ob das Zylinderfluten schädlich ist oder nicht - uns gefällt es jedenfalls nicht, und das ist schließlich maßgebend.

 

Leider gibt es für unser aktuelles Mopped, die legendäre Honda Valkyrie, im Zubehörmarkt keinen geprüften und für gut befundenen Hauptständer, den man nachrüsten könnte.

 

Zur Auswahl stand also nur eine (nicht so vertrauenerweckende) Eigenkonstruktion von einem Bastler oder die Anschaffung einer Wippe, wie sie sonst auf Anhängern verwendet werden.

 

Aber auch da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen - nicht alle halten ein 350kg-Mopped über einen längeren Zeitraum wirklich sicher fest.

 

Wir haben keinen Bock drauf, irgendwann mal das Garagentor zu öffnen und dann unser Mopped auf der Seite liegend vorzufinden.

Wenn man sich so durch die vielen Foren quält und fleißig genug recherchiert, sticht ein Anbieter besonders hervor: Das niederländische Unternehmen AceBikes. Die Jungs & Mädels von AceBikes sind selber Moppedfahrer und sie entwickeln innovatives Motorrad Equipment - so unter anderem auch den SteadyStand Multi.

 

Laut Website bietet der SteadyStand Multi höchsten Bedienkomfort und zeichnet sich durch hervorragende Qualität aus:

  • Langlebiges, qualitativ hochwertiges, pulverbeschichtetes Material
  • Ohne Werkzeug einstellbar
  • Spezielle Gummierung an den Ständerfüßen, um ein Verrutschen zu verhindern
  • Praktischer Handgriff für leichtes Handling
  • Maximale Stabilität aufgrund eines perfekt durchdachten Sicherungssystems für das Vorderrad / Hinterrad
  • Sehr variabel einstellbar, daher auch für größere Motorräder einsetzbar
  • Geeignet für 15 bis 21 Zoll Motorradreifen mit einer Reifenbreite von 90 bis 200 mm

Schwere Qualität, aber leichte Montage...

Kaum geordert, bringt der Kurierfahrer wenige Tage später ein längliches, rund zehn Kilo schweres Paket vorbei. Der Lieferumfang ist auf den ersten Blick übersichtlich aufgeteilt. Das erste Anfassen, also die Haptik der Teile, hinterläßt bereits einen sehr hochwertigen, massiven Eindruck. Ein anfängliches Vertrauensgefühl ist schonmal da.

SteadyStand Multi von AceBikes SteadyStand Multi von AceBikes

Die deutsche Montageanleitung könnte man nicht besser schreiben und abbilden - das Teil kriegt auch "ein Mensch mit zwei linken Händen" zügig zusammengebaut.

 

Sinnvoll ist es, sich die Teile sowie die Schrauben und Muttern auf einem Arbeitstisch zurecht zu legen und dann step by step nach der Anleitung vorzugehen. Die massiven Teile werden insgesamt mit sechs Schrauben und einem Splint miteinander verbunden. Das ist wahrlich kein Hexenwerk - wir haben keine zehn Minuten für die Montage benötigt.

SteadyStand Multi von AceBikes - Redaktionsfiffi Atze macht den Qualitätstest SteadyStand Multi von AceBikes - Redaktionsfiffi Atze macht den Qualitätstest

Das erste Ein- und Ausparken

Das schwarze Halteteil sowie die beiden silberfarbenen Teile lassen sich leicht ohne Werkzeug verstellen und somit perfekt der jeweiligen Radgröße bzw. Reifenbreite anpassen. Wir haben die Abmessungen zunächst ohne Mopped nur grob geschätzt und nach der Variante "pi mal Daumen" eingestellt.

 

Auf ein Reinschieben in die Wippe habe ich angesichts 350 kg Lebendgewicht unserer Valkyrie verzichtet, ich bin - natürlich behutsam - in den Ständer hineingefahren. Das klappte auf Anhieb problemlos. So einfach, dass ich befürchtete, dass sie beim Absteigen doch noch mitsamt Ständer umfallen könnte. Beim Absteigen stand also Helene auf der rechten Seite parat, um sie ggf. zu stützen, falls der Koloss wanken würde. Aber nichts dergleichen geschah, das Mopped stand da schon sicher in senkrechter Position. Selbst ein bewußtes Hin- und Herwackeln des Motorrades steckte der Ständer kommentarlos weg.

 

Um die Maschine rückwärts aus dem Ständer zu bugsieren, gibt es einen simplen Trick: Man drückt erstmal auf den Lenker, damit sie vorne in die Gabel einfedert. Das anschließende Ausfedern nimmt man als Schwung, um das Mopped nach hinten rauszuziehen. Das ist ebenfalls viel einfacher, als ich es mir zunächst vorgestellt hatte.

 

Zum anschließenden Feinjustieren mußten wir nur die beiden silberfarbenen Halteteile um zwei Stufen auseinanderziehen, um sie unserer Reifenbreite anzupassen. Auch das war mit einem einzigen Handgriff erledigt.

Zuverlässige Park- und Putzhilfe

Wie oben schon erwähnt, ist es durchaus diskutabel, ob das mit dem "Öl in die linken Zylinder laufen" wirklich schädlich ist oder nicht.

 

Unbestritten ist aber, dass der SteadyStand auch das regelmäßige Putzen und einige Wartungsarbeiten (wie z.B. den Ölwechsel) wesentlich erleichtert: Man kommt deutlich besser an die linke untere Seite ran, die ja sonst schräg gekippt vor einem steht.

 

Abgesehen davon nimmt das Mopped in der Garage deutlich weniger Platz ein, wenn es aufrecht steht.

 

Den SteadyStand Multi bekommt man für ca. 160 Euro bei diversen Händlern (Bezugsquellenlink siehe weiter unten).

...unser Fazit

 

  • Der SteadyStand Multi von AceBikes ist aus massivem Metall gefertigt
  • Die Verarbeitung der Teile ist top.
  • Der Zusammenbau ist kinderleicht - sechs Schrauben und ein Splint
  • Das Ein- und Ausparken geschieht mühelos
  • Sicherer Stand ist gewährleistet, auch ohne zusätzliches Verzurren des Motorrades

 

Wir haben den SteadyStand jetzt seit knapp sechs Wochen im "allnächtlichen" Einsatz und hin und wieder stand das Mopped auch schonmal drei bis vier Tage am Stück im Ständer. Zugegeben, anfangs war noch eine gewisse Spannung beim Öffnen des Garagentors vorhanden, doch das ist längst Geschichte.

 

Klare Sache: Wir möchten ihn nicht mehr missen. Wir empfehlen ihn selbst denjenigen, die ein Mopped mit serienmäßigem Hauptständer haben - es macht schon was aus, ob man zwei- oder dreihundert Kilo auf den Ständer wuchten muss oder lässig in den Ständer fahren kann.

(Werbe-) Link zum Thema:

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