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Eine Motorradtour ins Venedig des Nordens

Fährt man von Köln aus nach Amsterdam, ist es eigentlich egal, ob man über die Autobahn oder die Landstraßen fährt: Beides führt gleich geradeaus und bietet außer den obligatorischen Rindviechern und Windmühlen am Wegesrand nicht all zu viel Sehenswertes.

 

Allerdings sind die Autobahnen viel breiter und weitläufiger gebaut als bei uns. Man kann sich die Landschaft kilometerweit nach rechts und links anschauen; während bei uns ja meist entweder Sträucher oder Schallschutzmauern die Sicht versperren. Hält man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h, ist auf den oft fünfspurigen Fahrbahnen relaxtes Cruisen angesagt. Ach ja, zwei Raststätten sind auch noch absolut bemerkens- und empfehlenswert, dazu später mehr.

 

Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, ist an einem schönen Sommertag immer eine Reise wert. Zum Glück genossen wir an diesem ersten Oktoberwochenende Temperaturen um die 25 Grad und so machte die Fahrt doppelt so viel Spaß.

 

Sobald man die Autobahn verläßt und in die Innenstadt von Amsterdam einfährt, bekommt man schlagartig das Gefühl, dass Amsterdam nicht nur die Hauptstadt der Niederlande ist, sondern auch noch Welthauptstadt der Fahrräder. Wir haben noch nie so viele davon auf einmal gesehen. Selbst ein Fahrradparkhaus mit drei Etagen haben wir entdeckt. Natürlich fahren die Oranjes auf ihren Drahteseln "alle wie Sau" - und da hilft nur eines: Sich anzupassen und zum Beispiel ab und an ebenfalls über einen Fahrradweg zu brettern und die Pedalos vor sich herzuscheuchen.

 

Wir erreichten so jedenfalls unversehrt die Innenstadt und einen Bootsanleger an einer Gracht. Für die, die noch nie in Amsterdam waren: Grachten nennt man die vielen Kanäle, die durch Amsterdam verlaufen. Da es davon sehr viele gibt, nennt man Amsterdam auch das "Venedig des Nordens".

 

Das einzige Problem schien allerdings die Parkplatzsuche zu sein. Es sah so aus, als würden alle parken, wie sie wollten - doch zahlreiche patroullierende Abschleppwagen deuteten darauf hin, dass das keine so gute Idee sein könnte. Wir kurvten ein paarmal durch die engen Gassen, über unzählige Hebebrücken und probierten einige Plätze aus. Irgendwann waren wir sogar bereit, einen kostenpflichtigen Dosen-Parkplatz anzusteuern, aber als ich den Parkschein ziehen wollte, wäre das nur mit einer niederländischen Handynummer möglich gewesen - klar, hat natürlich auch jeder Tourist...

 

Schließlich trafen wir in einer der Gassen auf ein holländisches TV-Kamerateam und fragten mal nach. Gut zu wissen: Zweiräder - auch schwere Moppeds - dürfen in Amsterdam nahezu überall kostenlos parken, solange sie keine Behinderung darstellen. Man gab uns noch den Tipp, den Straßennamen zu fotografieren, damit wir die Stelle auf dem Rückweg auch wiederfinden bzw. einfacher nach der Richtung fragen könnten. Eigentlich eine gute Idee für jede fremde Stadt, die man mal besucht.

 

Eine einstündige Bootsfahrt durch die knapp hundert Grachten mit ihren 300 Brücken ist ein Muss für jeden Touristen. Entweder fährt man in Booten, die aussehen wie große Busse, oder man mietet sich eine der kleineren Nußschalen. In jedem Falle lernt man Amsterdam so am besten kennen.

 

Wir entschieden uns für einen "Wasser-Bus", da wir dort auch deutschsprachige Erläuterungen zu hören bekamen. Und so erfuhren wir Dinge wie zum Beispiel, dass die knapp hundert Grachten eine Länge von gut hundert Kilometern haben, dass der Amsterdamer Bahnhof auf 9000 Stelzen im Wasser gebaut ist und dass trotz kleiner Gitter vor den Kanälen wöchentlich mindestens ein Auto in eine der Grachten fällt...

 

Beeindruckend ist eine Fahrt durch die Grachten in jedem Fall. Viele Amsterdamer wohnen in Hausbooten und man bekommt jede Menge unmittelbare und interessante Einblicke in deren Privatsphäre - was die Hausbootbewohner aber nicht im geringsten stört.

Ach ja, die bemerkenswerten Raststätten:

 

Auf der Hinfahrt, kurz vor Utrecht an der Ausfahrt Maarsbergen (Nr. 22 der Autobahn A12 bzw. E35) fanden wir das gleichnamige Restaurant (mit Hotel).

 

Die Auswahl der Speisen und Getränke sind enorm und die Präsentation von allem macht einfach nur Appetit.

 

Fruchtige Milchshakes werden frisch zubereitet und das Steak, dass man vielleicht essen möchte, kann man sich vorher im Rohzustand aussuchen, bevor es der Koch auf den Grill schmeißt. Dazu kann man sich dann an einem gigantischen Salat- und Gemüsebuffet selbst bedienen. Abgerundet wird alles noch von einer verführerischen Dessertvielfalt.

 

Die Preise sind absolut in Ordnung. Läge des Restaurant & Hotel nicht direkt an der Autobahn, wäre es unter kulinarischen Gesichtspunkten fast schon ein eigenes Wochenende wert...

 

Eine weitere Überraschung erwartete uns auf der Rückfahrt, südlich von Nijmegen (Ausfahrt Nr. 3 an der A73 bzw. E31): Dort befindet sich das "Wegrestaurant Malden". Wir haben ein Schnitzel bestellt und bekamen dazu eine ganze Palette an Beilagen - schwer zu schaffen. 

 


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