Motorradreisebericht Corsica
Motorradreisebericht Corsica
 

Corsica – Pressereise im Mai 2017

Wie schon unsere Reise nach Madeira fiel auch die geplante Moppedreise nach Corsica einer notwedigen Herz-OP zum Opfer. Statt Frühlingserwachen in südlichen Gefilden gab's das böse Erwachen in der Uniklinik Köln - und somit konnten wir die Einladung vom französischen Touristoffice zu einer Corsica-Rundreise leider nicht persönlich wahrnehmen. Damit aber nicht alles in diesem Jahr ins Wasser fallen mußte, haben wir Thomas Bär von der Tourbörse mit seiner BMW K1600 losgeschickt. Hier folgt sein Bericht:

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

An dieser Stelle meinen Dank an Ralf, der mich auf Grundlage einer für Ihn weniger positiven Nachricht als seinen Ersatzmann für diese Reise ins Spiel gebracht hat.

Eine Pressereise - was sollte man sich darunter vorstellen, ich hatte jedenfalls keine Ahnung, was auf mich zukommt.

 

Der erste Kontakt mit Herrn Schmidt von Atout France (Französische Zentrale für Tourismus) hat mich dann zumindestens teilweise aufgeklärt. Die anstehende Reise wird mit zwei weiteren Kollegen durchgeführt, also eine Dreiergruppe. Die Reise als solches wird unbegleitet auf unseren eigenen Motorrädern stattfinden.

 

Treffpunkt der Gruppe wird der Fährhafen von Savona sein. Dort lernt man also die Mitfahrer dieser Tour das erste Mal persönlich kennen…

 

,,Ok, schau'n mer mal… dann seh mer scho“

Am Donnerstag dem 11.05.2017 starte ich also von Nürnberg aus in Richtung Italien. Da ich den Weg schon fast auswendig kenne und Zeit sparen möchte, habe ich von Nürnberg aus die Autobahn bis Holzkirchen genommen. In Holzkirchen fahre ich von der BAB ab und setze den Weg über den Tegernsee, den Achensee und über den Brenner fort.

 

Am Brenner geht man normalerweise von einer ruhigen und problemlosen Überfahrt aus. Normalerweise - heute ziehen Gewitterwolken mit zum Teil heftigsten Windböen durch. Bis dato hätte ich nicht gedacht, dass eine Windböe meiner K 1600 gefährlich werden könnte. Falsch gedacht! Eine heftige Böe hat es tatsächlich geschafft, die K 1600 zusammen mit Gepäck und einem Gesamtgewicht von fast 400 Kg aus dem Seitenständer zu heben und umzuwerfen.

 

Mein Versuch das Ganze zu verhindern, hätte bei genügend Zeit zum Nachdenken direkt den Schluss zugelassen, es gar nicht erst zu versuchen. Das Ende war entsprechend ernüchternd und hat mir heftige Schmerzen im Oberschenkel sowie diverse Kratzer und einen gebrochenen Kupplungshebel auf der linken Seite meiner K16 eingebracht. Die Kratzer waren nicht zu vermeiden, und die Schmerzen im Bein waren einfach nur dem Willen geschuldet, seinen Liebling um jeden Preis retten zu wollen.

 

Zwei Polizisten der österreichischen Ordnungsmacht haben mir freundlicherweise dann geholfen, das Dickschiff wieder auf die Räder zu bekommen, so dass ich meine Reise im Anschluss ohne weitere Vorkommnisse bis zum ersten Übernachtungspunkt in Südtirol (Hotel Teutschhaus – Kurtinig an der Weinstrasse) fortsetzen konnte.

Der erste Tag hatte ja schon gut begonnen - kann ja nicht mehr schlimmer werden, dachte ich…

 

Wieder falsch gedacht! Südtirol, Land des Weins, des milden Klimas und den im Jahresdurchschnitt meisten Sonnenstunden, hat mich mit dicken Regenwolken empfangen. Endlich im Hotel angekommen, hat es dann auch wirklich aus allen Kübeln gegossen.

 

Gut, ich war im Trockenem, aber wie geht es morgen weiter? Schmerzen im Bein, Wasser von oben, optische Schäden am Motorrad. Die Motivation hatte stark nachgelassen und die Überlegung das ganze abzubrechen, war durchaus in meinem Kopf. Also hieß es abwarten, was der nächste Morgen so bringt.

Ankunft in Savona und ab auf die Fähre von Corsica & Sardinia Ferries

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

Der Wecker klingelt. Nach dem ersten Blinzeln stellte ich fest, dass der Regen aufgehört hat. Sehr gut - also schwungvoll raus aus dem Bett, was sich direkt als Fehler herausstellt.

 

Die Schmerzen im Bein sind noch da! Jetzt auch als riesiger blauer Fleck, der über den gesamten Oberschenkel verteilt ist, sichtbar.

 

Die ersten Schritte und die Erkenntnis, dass der Schmerz eigentlich gar nicht so schlimm ist, ließen mich auf die Idee kommen, das Ganze mit einer Schmerztablette noch etwas erträglicher zu machen. Es hat funktioniert und der Entschluss, die Reise fortzusetzten, hat sich festgesetzt. Also frühstücken, Sachen zusammenpacken und wieder rauf auf den Bock.

Wieder Autobahn? Nein, dazu hatte ich heute keine Lust. Also habe ich den Weg um den Gardasee ausgewählt. Entlang der Nordseite (Steilküste) sollte der Verkehr erfahrungsgemäß nicht so dicht sein. Die Entscheidung war richtig. Die Fahrt konnte zügig fortgesetzt werden und so langsam kam auch die Sonne wieder zum Vorschein. Nach diversen Stopps und der einen oder anderen Tasse Cappuccino wurde es dann allerdings doch wieder Zeit, etwas Strecke zu machen - was mich dazu veranlasst hat, von Brescia aus dann auf die Autobahn zu gehen und die vor mir liegende Ebene über die E70  und die A7 auf dem schnellstem Weg zu überbrücken.

Gegen 18.45 Uhr bin ich auf das Hafengelände von Savona eingefahren, die Kontrollen waren schnell erledigt und so bin ich zum ausgemachtem Treffpunkt gefahren. Man wollte sich mit den Kollegen vor dem Hafenbüro von Corsica & Sardinia Ferries treffen. 


Natürlich war ich zu früh am Treffpunkt, weder die Presse-Kollegen noch die Herren von Corsica & Sardinia Ferries waren schon da. Egal, erstmal einen Kaffee holen und die Füße ausstrecken, der Rest kommt dann schon noch. 

 

Die Kollegen - Thomas Krämer und Markus Golletz - sind zwischenzeitlich auch eingetroffen. Nach dem ersten Händeschütteln und der Vorstellung wurden dann natürlich die Fahrzeuge begutachtet. Unterschiedlicher kann eine Gruppe fast nicht aufgestellt sein: Die dicke BMW K 1600 GT auf der einen, die ältere Suzuki DR 650 auf der anderen Seite und in der Mitte eine neue Honda Africa Twin. Drei ungleiche Brüder und deren Fahrer, die gemeinsam etwas erleben möchten. Wenn auch noch nicht ganz geklärt ist, was der Einzelne von dieser Tour erwartet und wo die jeweiligen Prioritäten liegen - aber: Schau'n mer mal, dann seh mer scho...


Herr Kloth und Herr Bono von Corsica & Sardinia Ferries haben sich zwischenzeitlich ebenfalls zu uns gesellt und uns auf das herzlichste begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung der beiden konnten wir unsere Fahrzeuge direkt auf die Fähre bringen. Die Reederei hatte uns zu einem Abendessen an Bord eingeladen. Die weiteren Gespräche an diesem Abend sollten in gepflegter Atmosphäre im à la Carte Restaurant der Fähre „Mega Express 5“ stattfinden.

 

Die Speisen werden hier frisch zubereitet und bestehen immer aus tagesfrischen Produkten. Ein à la Carte Restaurant ist auf jeder der Fähren verfügbar. Die Location ist abgetrennt von den anderen Speiseräumen und bietet ein gepflegtes Ambiente. Speisen und Getränke werden am Tisch serviert. Wer also auch auf einer Fähre gepflegt essen möchte und auf den Service eines guten Restaurants nicht verzichten will, ist hier am richtigem Platz.


Nachdem die Fahrzeuge verstaut waren und man sich selbst etwas frisch gemacht hat, stand also das Treffen im Restaurant auf der Tagesliste. Hier wurden wir von Herrn Kloth und Herrn Bono zu allen Fragen, die sich um das Thema Fähre und natürlich speziell um die Firma Corsica & Sardinia Ferries drehten, mit Informationen und Fakten versorgt. Darüber hinaus haben wir wertvolle Infos zu Corsica selbst und den dort dringend zu besichtigenden Punkten erhalten. Das Ganze wurde eingerahmt in netten Gesprächen und einem sehr schmackhaftem Drei-Gänge- Menü.


Im Laufe dieses Abends wurde dann auch schnell klar, dass meine Kollegen und ich abweichende Anforderungen an diese Tour stellten. Von meiner Seite war der Besuch auf der Insel dazu gedacht, Informationen zu sammeln, die es im Anschluss erlauben, auf Corsica Gruppentouren zu veranstalten, bzw. Hotels, Unterkünfte und erste Routen zu finden, die für diese Zwecke geeignet sind. Die Kollegen sind mit dem Ziel auf die Insel gefahren, dort eine Reportage (Geschichte) für ihre jeweiligen Auftraggeber zu verfassen - inklusive Fotos, vielen Fotos, um genau zu sein…sehr, sehr vielen Fotos. Was das unter dem Strich bedeuten sollte, musste ich in den nächsten Tagen im Schweiße meines Angesichts erfahren! 

Umrundung Cap Corse - von Bastia nach Patrimonio

Die heutige Tour hat laut Programm eine Länge von 138 Km und führte von Bastia rund um Cap Corse bis in den Ort Patrimonio. 


Mein erster Gedanke war „kann ja nicht sein, was will ich um 11.00 Uhr schon im Hotel“ - da muss man doch noch etwas anhängen…

 

Mein Fehler: Ich hatte die Rechnung ohne die gefühlt hundert Fotostopps gemacht, die auf diesem Wegstück auf mich zukommen sollten. Der erste gleich nach zehn Kilometer Fahrt in dem Ort Pietrabugno. Zugegeben, die Aussicht auf Bastia war überwältigend, aber 30 Minuten Fotopause nach zehn Kilometer Fahrt war dann schon etwas heftig.

 

Dass ich mich im Laufe der Gesamttour damit irgendwann abfinden und das Ganze auch noch interessant finden würde, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Moment jedenfalls war ich genervt und habe Überlegungen angestellt ob, sollte es so weitergehen, oder ob ich mich nicht besser absetzte.

Nun, das habe ich dann natürlich nicht getan - mitgefangen heißt ja bekanntlich auch mitgehangen und letztendlich war man ein Gast, der sich dann eben auch an Gegebenheiten anpassen muss. In diesem Fall eben an die zwar professionell bedingte, aber grenzenlose Foto-Wut meiner Mitfahrer.

 

Nachdem man sich im Verlauf der Reise nähergekommen ist und in abendlichen Gesprächen die Arbeit freier Reise-Journalisten eingehender beleuchtet hat und ich tagsüber erleben durfte, was alles nötig ist, um z.B. ein gutes Bild zu machen, welches letztendlich auch die Anforderungen der Auftraggeber erfüllen muss, sehe ich die Arbeit dieser Jungs und Mädels zwischenzeitlich mit ganz anderen Augen.

 

Einen Reisebericht zu erstellen, ist alles andere als ein Urlaub. Das ist harte Arbeit und fordert eiserne Disziplin von allen Beteiligten. Das Thema Fotostopps wird im weiterem Verlauf meines Berichts entsprechend keine vordergründige Rolle mehr spielen. An der einen oder anderen Stelle muss ich aber dann doch noch zumindestens unterschwellig darauf eingehen...

Unsere Route ab Hafen Bastia: 


D31 Richtung:  Villa di Pietrabugano - Anneto – Figarella – D31 auf D80 in Richtung Torra d Erbalunga  - weiter im Verlauf der D80 bis Macinaggio - von hier aus geht die D80 ins Landesinnere - wir folgen der D80 bis zum Abzweig auf die D253 ( Die D253 bildet eine Schleife bis an die Spitze von Cap Corse und führt im Verlauf wieder auf die D80 zurück.) - wir folgen wieder der D80 und treffen nach ca. 5 Km auf einen Abzweig zu den Windmühlen (Moulin Mattei).

 

Von hier aus hat man einen grandiosen Ausblick auf die unberührte Küste direkt am Cap. Der Ort am Cap nennt sich Barcaggio. Hier findet man einen kleinen Hafen und direkt am Hafen eine kleine Bar. Weiter geht es auf der D80 in Richtung Camera. Hier geht der Abzweig auf die D35 nach Port de Centuri. Ein kleiner Fischerort, der zum Mittagessen einlädt. Folgt man der D35, kommt man wieder auf die D80, der man dann bis zu unserem Etappen- Hotel in Patrimonio folgen kann. (Hôtel du Vignoble D81, 20253 Patrimonio).

Allen, die nicht ganz so viele Fotos benötigen, sei gesagt, dass man durchaus noch zwei Schleifen in diese Runde einbauen kann. Einmal die D32/D180 und zum zweitem die D35. Beide Strecken verbinden die Küstenstraße über die gesamte Cap Corse und führen durch kurvenreiche Gebirgslandschaften.

Die Straßen auf unserer Route waren durchweg in einem sehr guten Zustand, teilweise sogar mit neuem sehr griffigem Asphalt bezogen. Die Küstenstraße ist ein reines Kurveneldorado und lässt keine Wünsche offen. Die Fahrt führt permanent am Meer entlang. Teilweise auf Meereshöhe, teilweise in höheren und auch richtig hohen Lagen. Am Wegesrand findet man immer wieder kleine Cafés mit einfach tollen Panoramen. Hier wird unter anderem auch das sogenannte "Corsica Cola" angeboten. Dieses Getränk wird aus Bananen und Äpfeln hergestellt. Nicht zu süß und fein würzig im Geschmack, wird jeder Schluck dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – Erfrischungsgetränks zur prickelnden Freude.

Unser Hotel: Hôtel du Vignoble D81, 20253 Patrimonio (Links am Ende des Berichtes)
Ein kleines Hotel, das den Ansprüchen einer Zwischenübernachtung genüge leistet. Saubere Zimmer, Bad mit Dusche, reichhaltiges Frühstücksbuffet. Vor dem Hotel ist ein gemütlicher Platz unter Bäumen, hier kann man den Tag bei einem typischen korsischen Rotwein oder auch einem Maronen Bier (Pietra) ausklingen lassen.

Restaurant: Restaurant BARTAVIN  Hameau Palazzu, D81, 20253 Patrimonio
Das Das Restaurant bietet Italienische Küche. Man sitzt auf der Restaurantterrasse mit einem fantastischen Blick in die untergehende Sonne, Meer und Berge bieten die Kulisse.  Einen abendlichen Sundowner Cocktail kann man hier so richtig genießen.

Patrimonio - Calvi - Piana

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

Auch heute musste ich zum Frühstück wieder eine Schmerztablette einwerfen. Der Bluterguss am Oberschenkel fängt langsam an, die Farben zu wechseln.

 

Schalten und Sitzen geht so einigermaßen. Das ständige Auf- und Absteigen bei den Fotostopps belastet das Bein aber schon weit mehr und ist auf Dauer sehr unangenehm. Auch das Wenden auf engem Geläuf ist mit meiner K16 nicht mehr ganz so einfach - das Abstützen fällt schwerer und die Angst vor einem Umfaller aufgrund des geschwächten Beines nimmt zu.

 

Ich verzichte also aus diesem Grund auf die eine oder andere Wiederholung eines fahraktiven Fotos und warte lieber in Fahrtrichtung an einem schattigen Plätzchen, bis die Kollegen wieder soweit sind und wir zur nächsten fotoreifen Kurve fahren können.

Die Tour führt uns heute auf eine Strecke mit einer Gesamtlänge von rund 171 km.

Das erste Ziel unserer heutigen Etappe ist der Ort Saint-Florent. Saint-Florent wird seines mediterranen Flairs wegen auch das korsische Saint-Tropez genannt. Der Ort liegt hoch im Nordwesten der Insel Corsica am Golf gleichen Namens zwischen der fast unbesiedelten Désert des Agriates und dem Cap Corse.

 

Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Fotostopp am Hafen durchgeführt. Von Saint-Florent aus biegt man auf die D81 ab, welche uns auf einer Panoramastraße ungewöhnliche Ausblicke in die Landschaften der Wüste von Agrigates zeigt. Auf fast 16000 Hektar, Wind und Hitze ausgesetzt, ist die 'désert des Agriates', die Wüste der Agriates, eine riesige trockene Landschaft, wo fast nichts wächst und wo nichts angebaut wird. Der ehemalige "Speicher von Corsica", der jahrhundertelang Corsica mit seinen bebauten Feldern ernährte, hat sich sehr verändert: frei von jeglicher Bebauung und Bewirtschaftung, nur karge Felsen, soweit das Auge reicht.
 

Auf den geschotterten Wüstenabstecher habe ich mit meinem Tourer verzichtet und der Offroadfraktion den Vorzug gegeben. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde aus diesem Abstecher wieder eine längere Fotosession. Gut, dass wir an diesem Tag noch einen Termin in Calvi hatten. Hélène Ambrosini erwartete uns pünktlich um 14.30 Uhr zur Führung durch die Zitadelle von Calvi, was den Fotodrang meiner Mitfahrer an diesem Tag, zumindestens bis nach der Führung, erheblich gebremst hat.

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

Also raus aus der Wüste und auf der kurvenreichen und mit sehr gutem Asphalt versehenen Küstenstraße (T30) entlang weiter nach Calvi. Pünktlich um 14.30 Uhr sind wir am vereinbartem Treffpunkt angekommen.

 

Das Christopher Columbus Denkmal am Fuß der Zitadelle von Calvi sowie Frau Ambrosi haben uns bereits erwartet.  

 

Was nun folgte, gehört wohl zu jeder touristischen Tour: Eine Wanderung quer durch die Zitadelle, Treppen rauf und Treppen runter, gemischt mit vielen Informationen, die auch in jedem Reiseführer zu finden sind. Das Ganze in voller Montur und mit schweren Stiefeln...


Sehenswert ist die Kathedrale Saint-Jean-Baptiste aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde 1570 nach einer Explosion wiederaufgebaut. Von der Zitadelle hat man einen traumhaften Ausblick auf den Golf von Calvi und den wohl berühmtesten Jachthafen Corsicas.

Der ehemalige Palast der Gouverneure der Insel kann leider nur von außen besichtigt werden, da sich dort eine Einheit der Fremdenlegion befindet. Aber ein Stadtbummel entlang der Uferpromenaden und durch die Gassen der Unterstadt lohnt sich. Der Strand von Calvi gilt als einer der schönsten auf Corsica.

 

An der Straße nach und von Calvi sieht man immer wieder Reste von Türmen. Diese Türme dienten der Sicherheit und waren in früherer Zeit Meldeposten von welchen aus sich nähernden Piraten an die Garnison gemeldet wurden. Der letzte Übergriff von Piraten wurde im Jahr 2008 gemeldet. Vor der Küste Corsicas wurde eine deutsche Luxusjacht von Piraten unbekannter Herkunft geentert.

Die Führung konnte unter starkem Flüssigkeitsverlust zu Ende gebracht werden. Dümmer ist man dabei nicht geworden, sehr viel schlauer aber auch nicht.

 

Von Calvi aus geht es jetzt auf die D818, die uns wieder am Meer entlang durch atemberaubende Landschaft führt. Ein Abstecher führt und nach ca. zehn Kilometer auf eine unbekannte Nebenstrasse, an deren Ende wir die Kapelle Notre-Dame de la Serra finden. Ein herrlicher Blick über die Calvi und die Zitadelle ist jedem Besucher sicher. Der richtige Platz, um unsere in Calvi gekauften Baguettes, den frischen Käse und eine würzige Salami zu genießen.

Nach einem ausgiebigem Mahl geht es weiter, zurück auf die D818 in Richtung Porto und von dort aus in das Bergdorf Piana. Das ganze natürlich nicht ohne den einen oder anderen Abstecher zu machen und natürlich auch nicht ohne den einen oder anderen Fotostopp. Aber der Reihe nach!

Besonders spektakulär: Die Calanches von Piana, eine bizarre Felsenlandschaft  im Regionalen Naturpark Corsica. Die Felsen aus rötlichem Granit liegen in etwa  400 m Höhe über dem Meeresspiegel direkt an der Küste und sind ein wahres Paradies für Motorradfahrer und Profifotografen. Straßen die direkt in dem Felsen geschlagen sind und eine Route die durch eine Bizarre Landschaft führt, laden zum Träumen ein - ein Traum von der perfekten Motorradstraße.

 

Hier geht fast alles, fahrdynamische Aufnahmen zwischen rotem Felsgestein sind ebenso beliebt wie Bilder, die Personen sehr nahe an steilen Abgründen zeigen.  Beides wurde in erheblichem Umfang produziert und auch ich und meine Dicke K16 wurden in das fotografische Schaffenswerk eingebunden.

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

Was versteht man eigentlich unter fahrdynamischer Fotografie?


Ich hatte anfangs etwas ganz anderes im Sinn und bin entsprechend forsch an die Sache heran gegangen. Thomas hatte sich mit seiner Kamera und entsprechenden Objektiven (kennt man so nur von Paparazzi) hinter einer Kurve postiert und mich angewiesen, um diese Kurve zu fahren, damit er entsprechende Fotos machen kann. Perfekte Bedingungen, roter Fels, tolle Straße, perfekter Asphalt.

 

Gesagt, getan.  Erster Gang, und Feuer frei… die Kurve konnte in optimaler Schräglage gemeistert werden... genial, ich war stolz auf mich. Thomas war nicht stolz auf mich. Er war nur verwundert, was da jetzt um die Kurve bläst und dass er sich in Sicherheit bringen muss. Als er sich wieder gefasst hatte und mir den entscheidenden Unterschied erklärt hatte, wurde der zweite Anlauf eines fahrdynamischen Fotos gestartet...


Ok, der nächste Versuch war dann besser. Erster Gang, zweiter Gang und ganz langsam ohne Schräglage um die Kurve… ein perfektes Foto, auch wenn man das Ganze noch drei- bis viermal wiederholt hat! Am Ende ist ein Bild entstanden, das mich und meine K in druckfähiger Qualität darstellt. Dass der Start in eine Modellaufbahn so schwer ist, hätte ich nicht gedacht. Am Ende des Tages hatte Thomas aber ein Bild für mich… geht doch!
 

Da der Tag noch nicht zu Ende war, wurden noch zwei weitere Ziele angesteuert, die man auch ohne Fotoausrüstung unbedingt abfahren sollte. Von Piana aus führt eine schöne neue Straße hinaus und endet an einem der schönsten Sandstrände Corsicas dem „Plage d Arone“. Bis zum Strand haben wir es heute leider nicht mehr geschafft, morgen ist aber auch noch ein Tag...


Unser Hotel: Hôtel Les Roches Rouges route de porto, 20115 Piana
Ein Haus, das den Charme einer anderen Zeit versprüht und seine Gäste zur Ruhe kommen lässt. Der Ausblick von der Hotelterrasse ist einzigartig. Der Service und die uns servierten Speisen waren von sehr hoher und guter Qualität. Die Zimmer sind sauber und zweckmäßig eingerichtet. Alle Zimmer verfügen über ein Bad mit Dusche und WC. Das Frühstück wird in Buffetform gereicht und umfasst alles, was man für den Start in einen Tag benötigt. Der Morgenkaffee kommt allerdings aus einem Automaten, hier sollte dringend nachgebessert werden.

Piana - Corte

©Thomas Bär / tourboerse.de ©Thomas Bär / tourboerse.de

Der Wecker beendet eine ruhige Nacht und der neue Tag wartet mit neuen Aufgaben und einem weiteren Abschnitt unserer Rundfahrt.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück soll es losgehen. Auf dem Programm stehen heute als erstes die beiden Strände, die wir am gestrigem Abend nicht mehr geschafft haben.

 

Zuerst wird der „Plage de Ficajola“ angefahren. Über eine steile Abfahrt geht es von Piana aus rund 14 km hinunter ans Meer. Nach einem kurzen Fußmarsch gibt der Wald den Blick frei auf eine felsige Bucht, die im Morgenlicht die Reflektionen von Wasser an die sie umgebenden Felsen wirft. Die Bucht selbst mag durchaus ihren Reiz haben, mich berührt das, was ich sehe, nicht wirklich, meine Kollegen scheinbar auch nicht. Wir machen uns also recht zügig auf den Weg zurück.

Anders sieht es auf dem Weg zur „Plage d Arone“ aus. Eine schöne und neue Straße führt uns durch eine scheinbar unberührte Landschaft. Ständig wechselnde Aussichten und die abwechslungsreiche Streckenführung sind bereits auf der Anfahrt ein Hochgenuss, der seines gleichen sucht. Der Strand selbst hält dann auch, was der Weg dorthin versprochen hat. Ein langer, breiter Sandstrand, der menschenleer vor uns liegt. Das Ganze in einer offenen Bucht. Markus kann diesem Anblick nicht wiederstehen und wirft sich (natürlich in Badehose) in die noch frischen Fluten. Zum Abschluss lassen wir uns in einer schönen Strandbar nieder und genießen bei einem Kaltgetränk noch ein bisschen den Blick auf Strand und Meer. Gut, dass wir diese herrliche Straße, auf der wir hergekommen sind auch wieder zurück fahren müssen, so fällt der Abschied von diesem wunderbarem Stück Erde nicht ganz so schwer.
 

Von  Piana aus schlagen wir den Weg zurück nach Porto ein. Unser Weg führt uns heute durch die Schluchten von Spelunca nach Evisa (D84). Die Grenze der Spelunca-Schlucht zur Hochebene des Niolo bildet der Col de Vergio, auch Bocca di Verghiu genannt. Der Pass markiert nicht nur die Grenze zwischen den beiden Departements (Haut-Corse und Corse-du-Sud), sondern kreuzt auch die Weitwanderwege Mare a Mare Nord und den GR 20.   


Der Wald von Aïtone, nahe dem Dorf Evisa, dominiert die Bucht von Porto. Hier wachsen, wie im Wald von Valdu Niellu, die schönsten Laricio-Kiefern von Corsica und bieten dem Betrachter einen hochalpinen Ausblick. Eine breite gut ausgebaute Straße führt uns durch diesen Wald auf die in ca. 1477 m Höhe liegende Passhöhe hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter.

Die Straße nach Corte (D84) führt durch eine tiefe, enge Schlucht, die den Namen Scala di Santa Regina trägt, einem der bekanntesten Bergtäler der Insel. Hier erlebt man das echte Motorrad-Surfen auf einer nicht enden wollenden Welle aus kurz aufeinander folgenden Kurven. Der richtige Platz, um süchtig zu werden. Am Ende der Schlucht geht es auf der D18 weiter zu unserem heutigem Tagesziel Corte.

Wir erreichen Corte pünktlich um 17.00 Uhr für eine weitere Führung. Wie nicht anders zu erwarten, hat auch Corte eine Zitadelle, die heute aber direkt angefahren werden konnte. Als Treffpunkt mit unserem heutigen Guide Joritz Larraza wurde das Tourismusbüro in Corte bestimmt. Das Büro liegt innerhalb der Zitadelle und der Aufstieg zu selbiger würde somit wohl ausfallen. Dass diese Annahme falsch war, stellte sich im Verlauf der nächsten Stunde sehr schnell heraus.

Herr Larazza führte uns auf direktem Weg aus der Zitadelle hinaus und in die Altstadt von Corte hinein. Der Weg, den unser Guide ausgewählt hat, verlief dieses Mal also nicht steil nach oben, sondern in die andere Richtung - über Treppen, Wege und Stiegen ging es immer weiter nach unten, bis man die Hauptgeschäftsstraße von Corte erreicht hatte.

 

Ich muss an dieser Stelle betonen, dass wir immer noch in voller Montur und mit schweren Stiefeln unterwegs waren. Im Verlauf der Führung wurden uns wieder sämtliche historischen Informationen nähergebracht. Nach einem Tag auf dem Motorrad und einem Spaziergang in vollem Motorradordinat wollte mein Kopf nicht mehr viel von dem Gehörten aufnehmen. Die Aussicht auf den am Führungsende folgenden Aufstieg zur Zitadelle hat auch nicht wirklich zur Erheiterung und weiteren Motivation beigetragen. 

Für den einen oder anderen mögen hochsommerliche Besichtigungstouren zu Fuß und in Motorradkleidung durchaus ihren Reiz haben, für mich ist das einfach nur eine Tortur, der ich nach Möglichkeit zukünftig aus dem Weg gehen werde. Kulturhistorische Informationen könnte man auch bei einem Kaltgetränk unter schattenspenden Bäumen vermitteln. Leider war dies vom Organisator an der Zielgruppe der Motorradfahrer vorbei organisiert. Nichtsdestotrotz hat auch Herr Larazza seine Sache sehr gut gemacht und mit allen nachlesbaren historischen Fakten und Daten aufwarten können.

 

Wir verlassen Corte in Richtung unseres heutigen Etappenhotels, das im Restonicatal mit seinem gleichnamigen Fluss ca. sechs Kilometer außerhalb von Corte liegt. Ziel war hier, vor dem Einchecken im Hotel das Tal bis zum Ende zu fahren und die im Flusslauf ausgebildeten Badegumpen zu besichtigen. Leider hat ein Unwetter eine Brücke zerstört, so dass man hier nicht bis zu dem von uns gewähltem Ziel fahren konnte. Entsprechend war der Tag heute früher als geplant zu Ende und wir konnten unser Hotel bereits gegen 19.00 Uhr ansteuern.


Hotel: Hôtel Arena Vallee de Restonica, D623, 22150 Corte
Idyllisch gelegenes kleines Hotel direkt am Flusslauf des Restonica. Saubere und großzügige Zimmer mit Bad. Das Personal war sehr freundlich! Das Frühstück wird in Buffetform gereicht und ist mit allem, was man benötigt bestens ausgestattet. Für Motorräder steht ein absperrbarer Parkbereich zur Verfügung.

Restaurant: Restaurant A Scudella 2 Place Paoli, 20250 Corte
Service, Ambiente und die Freundlichkeit des Personals sowie der Geschmack der Speisen waren hervorragend. Hier wurde uns das erste und einzige Mal echte korsische Küche angeboten und serviert. TOP!

©Atout France ©Atout France

Corte - Bastia

Heute steht die letzte Etappe an, von Corte zurück nach Bastia.


Der Organisator hatte bereits um 10.45 Uhr eine weitere Führung in Bastia vereinbart. Für uns bedeutete das, die letzten rund 100 Km auf direktem Weg zu fahren. Aber manchmal kommt es anderes und zweitens als man denkt. Per E-Mail wurde uns mitgeteilt, dass unsere Fähre mit einer Stunde Verspätung ablegen wird, wir also eine Stunde mehr Zeit haben. Mit einem Anruf in Bastia bei unserem heutigen Guide Simone Colombani-Dettling konnte die Zeit für die anstehende Führung nach hinten verschoben werden und somit stand einem weiteren Abstecher in die Berge nichts mehr im Wege.

 

Unser Weg sollte uns jetzt also über die Hautverbindungsstraße T20 bis zum Abzweig zur D5 und im Verlauf auf die D105 führen. Die D105 ist eine Bergstraße, die parallel zur T20 in den Bergen verläuft und nochmals Kurven und Panoramen bis kurz vor Bastia verspricht.

Leider war die Zufahrt zur D5 und auch die D105 wegen Schäden an der Straße gesperrt. Diese Schäden resultieren aus den im letzten Hebst aufgetretenen heftigen Stürmen und Unterspülungen der Straße. Die Arbeiten zur Wiederherstellung laufen bereits auf Hochtouren.

Uns blieb jetzt allerdings nichts anderes mehr übrig als der T20 zu folgen. Hier muss jetzt auf das Thema Polizei und Lasern eingegangen werden. In den letzten Tagen konnten wir an keiner Stelle Polizei sehen, auf der T20 wurde aber im Abstand von ca. 15km die gefahrene Geschwindigkeit kontrolliert und Sünder bei festgestellten Verstößen direkt an den Straßenrand gewunken.
 

Die T20 ist eine breite Autobahnähnliche Schnellstraße die sobald man die Küste erreicht am Meer entlang direkt nach Bastia führt. Unspektakulär und langweilig. Was also machen?

Markus hat dann doch noch etwas gefunden. Von der T20 geht auf der Höhe von Biguglia (Kurz vor Bastia) ein Abzweig auf die D62 die dann wiederum auf die D38 trifft. Die D38 wiederum führt uns in die Bergwelt rund um Bastia zum Col de Teghime.

 

Die Straße hat sich als würdiger Abschluss einer traumhaften Rundfahrt gezeigt und nochmals die gesamte Schönheit Corsicas vor Augen geführt. Herrliche Ausblicke auf Bastia und das umliegende Bergland sowie eine kurvenreiche Streckenführung haben uns den Weg zum Hafen versüßt. Nach Bastia kommt man von der D38 über die D81 direkt ins Zentrum von Bastia und wir somit zu unserer letzten Führung.

Unser Guide, Frau Simone Colombani-Dettling, hat bereits auf uns gewartet und es konnte direkt losgehen. Den obligatorischen Aufstieg zur Zitadelle von Bastia konnten wir auf Grund der jetzt dann doch etwas eingeschränkten Zeit verhindern. Die Führung hat sich somit auf den alten Fischereihafen, die Fußgängerzone von Bastia und einen kurzen Abstecher in etwas höher gelegene Häuserzeilen beschränkt. Nichts desto trotz wurden wir auch hier mit fundiertem historischem Wissen zur Stadtgeschichte ausreichend versorgt. Frau Colombani-Dettling hatte aber darüber hinaus auch noch die eine oder andere interessante Information aus der Neuzeit für uns parat, so dass man diese Führung durchaus auch als Bereicherung unserer Tour ansehen konnte.

Die Hafenstadt Bastia liegt an der Nordostküste Corsicas, am Fuß des Pigno-Massivs. Bastia ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Département Haute-Corse und mit dem größten Hafen der Insel auch wirtschaftliches Zentrum Corsicas. Bastia ist Ausgangspunkt für alle Corsica-Urlauber, die entweder mit der Fähre aus Italien anreisen oder z.B. aus Deutschland mit German Wings über den Flughafen Bastia nach Corsica fliegen. Für viele Touristen ist Bastia ein Durchgangsort auf dem Weg zu ihrem Urlaub in Corsica, dabei hat Bastia mit seiner Zitadelle, seinen alten Häusern rund um den lebhaften Yachthafen, und der mit Palmen bestandenen Place Saint-Nicolas mit seinen Restaurants und Cafés den Reisenden viel an mediterranem Flair zu bieten.

 

Bastia ist die am wenigsten vom Tourismus geprägte Stadt in Corsica und vielleicht gerade deshalb unbedingt einen Besuch während der Corsica-Reise wert. Außerdem ist sie Ausgangspunkt für eine Tagestour um das Cap Corse.

Alles hat ein Ende… so auch unser Trip nach Corsica.

 

Die Fähre war zwischenzeitlich eingetroffen und wir konnten unsere Fahrzeuge an Bord bringen. Nachdem alles verstaut war und wir uns unserer Motorradmontur entledigt hatten, wurden wir wieder zu Tisch gebeten. Wie auch auf der Hinfahrt wurde im a la Carte Restaurant der Fähre ein sehr schmackhaftes Menü serviert. Den Rest der Fährüberfahrt nach Livorno habe ich unter Berücksichtigung einer bevorstehenden rund 470 Km langen Nachtfahrt bis zu meinem Übernachtungspunkt in Südtirol dann verschlafen.

 

Ausgeruht und entspannt wurde die Einfahrt unsere Fähre gegen 18.30 Uhr in Livorno dann zum letzten Höhepunkt dieser unvergesslichen Reise. Nicht nur die Insel, sondern auch meine Mitfahrer Thomas und Markus sind mir nähergekommen. Es war eine Freude, diese Reise gemeinsam mit Menschen erleben zu dürfen, die unkompliziert, entspannt und freundschaftlich miteinander umgegangen sind.


Meinen herzlichen Dank hierfür an Thomas Krämer und Markus Golletz

Infos zum Thema:

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