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Etappe 24: Von Prüm nach Schuld an der Ahr

Noch einmal zum Dreiländereck, Zieleinlauf nach 6250 Kilometern und ein rauschendes Fest beim Bikerpitter in Schuld...

Diese letzte Etappe hatte es in sich, denn sie war schon beim Start gefühlt endlos. Prüm, der Startort dieser letzten Etappe und Schuld, unser endgültiger Zielort, lagen eigentlich nur knapp 50 Kilometer auseinander. Doch wir mußten bzw. wir wollten ja von Prüm aus in Richtung Norden zurück zum ersten Dreiländereck bei Vaals, um die Umrundung Deutschlands auch perfekt zu machen.

 

Das bedeutete für uns einen "Umweg" von rund 150 Kilometern. Jeder Kilometer kam uns nachher wie einer zuviel vor.

 

Um 12.10 Uhr erreichten wir das Dreiländereck - wir hatten die Umrundung geschafft. 24 Tage, 6.250 Kilometer, 11 Bundesländer und 9 Nachbarländer...

 

Das "Pflichtprogramm" war damit erledigt, was jetzt noch folgte, war die schöne Kür. Wir tranken noch einen Kaffee am Grenzturm und fuhren dann via Monschau und Blankenheim nach Schuld an der Ahr, wo wir im Bikertreff "Haus Waldfrieden" von Rita & Pitter, unserer Familie und unseren Freunden zur "Coming Home"-Party erwartet wurden.

 

Dichte Nebelschwaden auf der Terrasse und Wolfsgeheul aus den Lautsprechern kündigten dort das Highlight des Tages, den krönenden Abschluß unserer Tour an:

 

Pitter war der Meinung, dass wir für unsere Tour doch noch irgendwie "offiziell" ausgezeichnet werden müßten und er konnte tatsächlich den Ritter Gerhard IV. aus dem Ahrtal dazu bewegen, seine Burg zu verlassen und Helene zur Burgfau und mich zum Ritter zu schlagen:

 

Nach dem Ritter Gerhard IV. dem anwesenden Volke von unseren "kühnen" Taten berichtete und auch nicht vergaß, unser Schlachtroß lobend zu erwähnen, hieß es dann: "Auf die Knie" - zum Ritterschlag. Die Ohren blieben dran und wir waren kurze Zeit später Ritter & Burgfrau...

 

Spät am Abend wurde dann auch noch unser Mopped obligatorisch mit einem Kölsch getauft bzw. belohnt - die Reise war nun zu Ende.

Empfehlenswerte Links:

Ein kleines Fazit bzw. Nachbemerkung:

Wir würden diese Reise jederzeit wieder machen. Die Eindrücke sind so vielfältig und beeindruckend, das kann man nur jedem empfehlen. Es muss nicht zwingend eine Fernreise in exotische Länder sein, um etwas zu erleben. Deutschland selbst ist so vielseitig - von der Erinnerung zehrt man viele Jahre.

 

Neben der sprichwörtlichen Erfahrung vieler bisher unbekannter Gegenden war es toll, so viele nette Menschen kennengelernt zu haben. Aus manchen Bekanntschaften sind inzwischen Freundschaften geworden.

 

Alle Hotels waren motorradfahrerfreundlich und verdienen es, verlinkt und empfohlen zu werden. 

 

Die Reisedauer von 24 Tagen reichte durchaus, um die Strecke zu meistern. Wir sind nicht nur die Grenze abgefahren und haben die sieben Drei-Länder-Ecke besucht, sondern sind auch immer noch ein Stück weit in das jeweils angrenzende Nachbarland hineingefahren und wir gönnten uns auch noch einen Abstecher in die Bundeshauptstadt. Wer in den einzelnen Regionen natürlich mehr sehen und entdecken möchte, muss sich natürlich auch mehr Zeit nehmen. 

 

Wir hatten etwas Pech mit dem Wetter - es war schlicht zu gut. Bis auf zwei Tage hatten wir jeden Tag über dreißig Grad im Schatten. Das schlauchte schon, denn auch der Fahrtwind brachte keine echte Abkühlung mehr. Aber nur Regen wäre auch nicht gut gewesen.

 

Da wir unterwegs Geld für die Krebshilfe sammeln wollten, mußten wir die Werbetrommel rühren und in nahezu jedem Etappenort auch offizielle Termine wahrnehmen, bevor wir Feierabend hatten. Manchmal hätten wir uns gewünscht, an einer besonders schönen Stelle etwas länger bleiben zu können und eben etwas später im geplanten Hotel anzukommen, doch das ging auf Grund der vereinbarten PR-Termine nicht. Das setzte uns teilweise ziemlich unter Druck - nämlich pünktlich am vereinbarten Ort anzukommen. 

 

Wir waren die Ersten, die die komplette Grenze Deutschlands mit dem Motorrad an einem Stück umrundet haben und konnten daher bei der Planung nicht auf fremde Erfahrungsberichte zurückgreifen - wir hoffen, dass unser Reisebericht zur Nachahmung anregt und falls jemand Fragen hat, geben wir natürlich gerne Tipps.

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