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Etappe 4: Von Ascheberg nach Wismar

Ein Café, das Möwenschiet heißt, Rübermachen nahe Lübeck, ein Halt auf der Tittentasterstraße, und "Gohla is' aous"...

Die rund 650 Kilometer vom Vortag steckten uns noch in den Knochen, als wir am vierten Tag morgens aufbrachen, um wieder zur Küste zurückzufahren. So sehr, dass wir die in der Nähe liegenden Ortschaften Kalifornien und Brasilien schlicht verpaßten. Schade eigentlich, waren sie doch ein erklärtes Ziel und die Ortsschilder ein geplantes Fotomotiv. Im Laufe der Reise wurden wir jedoch mit vielen anderen merkwürdigen Ortsnamen wie z.B. Namlos, Altenheim und Nordpol entschädigt.

 

Jedenfalls erreichten wir zügig die Küste und fuhren zuerst auf die Insel Fehmarn. Zum Glück waren wir früh morgens unterwegs, denn da war es noch nicht allzu voll. Später, bei der Rückkehr auf's Festland, staute sich der Verkehr kilometerlang. Wer also mal vor hat, Fehmarn im Rahmen eines Tagesausfluges zu besuchen, sollte zusehen, dass er bis spätestens zehn Uhr auf der Insel ist.

 

Auf Fehmarn besichtigten wir in Burgstaaken das U-Boot-Museum. U-Boote scheinen der Renner an der Küste zu sein, wir sahen auf der Fahrt einige solche Museen. Weiter ging es dann via Travemünde nach Lübeck. Lübeck hatten wir auch nur als "durchlaufenden Posten" auf der Agenda, doch anläßlich einer zufälligen Zigarettenpause auf einem Bürgersteig drehte ich mich um und sah, dass wir just vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem Holsten Tor standen. Wohl eine kleine Entschädigung für die zuvor verpaßten Orte.

Krimibox

Kurz vor der Grenze zur ehemaligen DDR waren die Straßen in einem derart desolaten Zustand, dass ich mich fühlte als hätte ich einen Preßlufthammer in der Hand, so schüttelte es uns durch. Unmittelbar nach Überfahren der ehemaligen Grenze änderte sich der Straßenzustand völlig. Aha, dachte ich, der noch nie zuvor in den neuen Bundesländern war, stimmen die Sprüche von den tollen Straßen in Ostdeutschland tatsächlich. Bei uns pfui und "drüben" hui. Dass ich bald schon eines Besseren belehrt würde, ahnte ich da noch nicht.

 

Jedenfalls fuhren wir auf einer kurvenreichen Strecke an Dassow und Boltenhagen vorbei in die Hansestadt Wismar. In Wismar am Marktplatz ging Helene erst mal zur Touristen-Info, denn eine Situation wie an der Kieler Bucht hinsichtlich der Hotelsuche wollten wir nicht noch einmal erleben.

 

Ich setzte mich derweil an der Tittentasterstraße (die hieß wirklich so) in ein Café und bestellte für uns zwei Cola. Eine nette Bedienung meinte freundlich, aber sächsisch: "Gohla is' aous". Jetzt war mir klar, dass wir erfolgreich "rübergemacht" hatten. Es gab keine Cola. Die immer noch anhaltende Hitzewelle sorgte wohl dafür, dass auch hier Ebbe war.

 

Jedenfalls gefiel uns Wismar auf den ersten Blick so gut, dass wir beschlossen, zwei Tage dort zu verbringen. Wir kamen im "Hotel am alten Hafen" unter. Wie der Name schon sagt, liegt es am alten Hafen, in Fußweite zu den Liegeplätzen der Dreimaster, Koggen und Ausflugsboote - und der Fischbrötchenverkäufer. Das Hotel ist für Motorradfahrer empfehlenswert, denn man bekommt einen kostenfreien abgeschlossenen Garagenparkplatz. Allerdings sollte man bei der Buchung drauf achten, dass man kein Zimmer zur Straßenseite bekommt, es wird dort morgens früh ziemlich laut.

Empfehlenswerte Links: siehe nächste Etappe

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