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Etappe 5: Ruhetag in Wismar

Wismar per pedes, eine Boostfahrt zur Insel Poel und eine affenstarke Grenzerfahrung

Neben der Tittentasterstraße fanden wir bei einem Spaziergang durch Wismar's Altstadt noch einige merkwürdige Bezeichnungen - wie z.B. der Hinweis auf eine vom 1.4. bis 31.10. durchgehend geöffnete öffentliche Damentoilette oder gar die ehemalige "städtische Warmbadeanstalt".

 

Wismar ist eine liebevoll restaurierte Hanse- und Hafenstadt und so ist es nur verständlich, dass in Wismar Fischrestaurants und Fischverkäufer die Überhand haben. Rund um den alten Hafen werden Fischbrötchen natürlich "frisch vom Kutter" angeboten - interessanterweise kamen morgens in aller Frühe die Fischlieferanten jedoch mit LKW aus Dänemark, um den Nachschub zu bringen.

 

Mir kam allerdings so langsam der Fisch schon "aus den Ohren raus", egal, woher er auch kommen mochte, und ich freute mich, dass wir das Steakrestaurant Gottfried's im alten Hafen ausfindig gemacht haben. Dort gab's neben hervorragenden Steaks auch das beste Bier während der ganzen Tour: Wittinger Pils - auch wenn jetzt die Fans von Jever, Frankfurter, Berliner Kindl, Radeberger, Rhaner, Feldschlösschen usw. vor Empörung aufschreien möchten - et' is' wie et' is'...

 

Ein paar Kilometer vor Wismar befindet sich noch die vorgelagerte Insel Poel. Sie ist sowohl mit Ausflugsbooten zu erreichen als auch über eine Brücke etwas außerhalb von Wismar. Wir wählten die Schiffstour. Poel selbst hatte - neben weiteren Fischrestaurants - nicht allzu viel zu bieten. Die rund einstündige Schiffstour war aber dennoch unterhaltsam - dank des geschwätzigen Kapitäns und seines 1. Offiziers, einem echten Bayer, der zugab, sich hier im Norden nicht auszukennen, sowie der leichten frischen Brise während der Fahrt.

 

Nachmittags wollten wir dann noch in den Tierpark von Wismar. Wir hatten gelesen, dass es da eine "Affeninsel" geben sollte, auf der man in unmittelbaren Kontakt zu den Affen käme. Es war immer noch tierisch heiß und ich überlegte, zum ersten mal überhaupt nur in Jeans und T-Shirt mit dem Motorrad zu fahren. Auf halbem Wege zur Garage machten wir aber wieder kehrt und blieben unserem Prinzip treu, niemals ohne Schutzkleidung zu fahren. Also blieb uns der Bus - und uns wurde eine neue Grenzerfahung geboten...

 

Am Busbahnhof fragten wir uns durch, um einen Bus zu finden, der uns hinbringen würde. Fehlanzeige. Es gab nur einen, der allerdings "in die Nähe" fahren würde. Na gut, dachten wir, in die Nähe ist ja nicht weiter schlimm. Kurze Zeit später, aber bei über 40 Grad Hitze, erkannten wir, dass die Stadt Wismar und wir offensichtlich unterschiedliche Auffassungen von dem Begriff Nähe hatten:

 

Ab der Haltestelle stand uns ein rund drei Kilometer langer Fußmarsch bergauf bevor. Oben angekommen, suchten wir dann im Tierpark nach der Affeninsel. Als wir sie gefunden hatten, sahen wir oben vor einem kleinen Baumhaus zwei Kattas (eine Lemurenart) liegen, die völlig gelangweilt auf uns runterschauten. Klar, denen war es eben auch zu warm. Also ging es die drei Kilometer wieder in der Affenhitze zurück zur Haltestelle.

 

Es tat jedenfalls gut, mal einen Ruhetag eingelegt zu haben. Gerade die stetig anhaltende Hitze machte uns ziemlich zu schaffen. Selbst beim Fahren gab es keine Abkühlung, die entgegenströmende Luft war warm wie ein Föhn. In Wismar zeigte das Thermometer über 40 Grad im Schatten und wir bemerkten erstmals, dass der Asphalt auf den Straßen weich wurde.

 

Ein Check am Motorrad ergab darüber hinaus, dass wir uns zuvor auf den ewig geraden Straßen in Norddeutschland tatsächlich den Hinterreifen "eckig" gefahren hatten und so meldeten wir uns telefonisch für einen Reifenwechsel in Berlin an.

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