Bikers 4 Orcas
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Bikers 4 Orcas - 28.06.2015

Orcas lieben die Freiheit - wie wir Moppedfahrer auch...

Bikers 4 Orcas 2015 Bikers 4 Orcas 2015

"Freiheit für Orcas" - so lautete das Motto dieser Motorraddemo in Harderwijk/Nl. Zeitgleich fand sie in vielen weiteren Städten weltweit statt.

 

Bereits im vergangenen Jahr hatten wir beim ersten Ride to Freedom mitgemacht. Damals bestand der German Ride aus drei und der holländische Teil ebenso aus drei Moppeds - irgendwie war das aber nicht genug, um alle Orcas weltweit zu befreien, aber es war damals schon genug, die holländische Polizei auf den Plan zu rufen und uns argwöhnig zu observieren...;-)

 

Der Niederländer Vincent Lensen, der Initiator dieser weltweiten Aktion, ließ sich davon aber nicht beirren, sondern rief für den letzten Juni-Sonntag in diesem Jahr erneut zum Worldwide Run auf. Da wir in NRW kein Delfinarium mit Orca-Historie haben, entschlossen wir uns, auch in diesem Jahr wieder den niederländischen Ride zum Dolfinarium Harderwijk zu unterstützen.

Bikers 4 Orcas 2015 Bikers 4 Orcas 2015

Dank massiver Werbung schnellte dann auch die Teilnehmerzahl im Laufe der Monate in die Höhe - zeitweise waren es auf deutscher Seite über fünfundvierzig Moppeds, die mitfahren wollten.

 

Ok, dass Hamburger oder Münchener, die sich bei uns angemeldet hatten, am Ende doch nicht dabei sein würden, war uns irgendwie schon von vornherein klar. Der Ride selbst bedeutete schon eine Tagestour von knapp 500 Kilometer; dasselbe nochmal für An- und Abreise war schon ein wenig unrealistisch.

 

Dennoch verringerte sich die Zahl in den letzten Tagen vor dem Event leider zusehends. Trotzdem ein Danke an die, die sich auch vorher wieder abgemeldet hatten, statt einfach nicht zu erscheinen.

 

So brauchte der Rest von uns an den zwei Treffpunkten wenigstens nicht vergebens warten - sowas haben wir auch schon anders erlebt.

Tour mit Lerneffekt: Emmerich ist ne' Hansestadt...

Bikers4Orcas - German Ride Bikers4Orcas 2015 - German Ride

Immerhin, wir konnten die deutsche Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifachen. Wir starteten am 28.06.2015 früh morgens mit zehn Moppeds in Richtung Holland. Enduros, Tourer, Sportler & Cruiser - eine bunte Mischung: Eine Harley, zwei BMW, drei Royal Stars, zwei Suzuki und zwei Honda machten sich auf die 500 km lange Tour. Trotz kleinerer Besetzung fuhren wir mit Lumpensammler und zwei Road Blockern, die alle drei ihren Job hervorragend erledigt haben.

 

Die Tour verfolgte zwar einen guten Zweck, nämlich vor dem Dolfinarium Harderwijk die "Motoren röhren zulassen", um so mit Getöse auf die gefangenen Orcas hinzuweisen, allerdings stand sie für uns auch unter der Prämisse "Der Weg ist das Ziel"; d.h. es sollte ein schöner Tagesausflug werden. Das Wetter war schonmal auf unserer Seite, gefahren sind wir bei schönstem Wetter - nur während der Mini-Demo in Harderwijk weinte Petrus ein bisschen.

 

Für uns bedeutete "der Weg ist das Ziel", dass wir die Dosenbahn A57 nur bis Uedem (bei Kleve) nutzten und ab da nur noch über Landstraßen cruisten. Nahe der Hansestadt Emmerich überquerten wir auf Deutschlands längster Hängebrücke den Rhein und ließen uns im niederländischen Tolkamer an der Uferpromenade zu einer kleinen Frühstückspause nieder.

 

Sowohl das Gebiet rund um Emmerich als auch Tolkamer selbst eignen sich für eine Moppedtour - es gibt zwar keine Berge, noch nichtmal Hügel, aber dennoch schöne Kurven. Wer am "Eingangstor" zur Eifel und Bergischen Land lebt, würde eigentlich keine Moppedtour ins niederrheinische Flachland planen. Ein Fehler, wie wir meinen. 

 

Tourtipp: Sozusagen ein Steinwurf entfernt von Tolkamer und Emmerich liegt in Hamminkeln die Customschmiede "Thunderbike". Es gibt dort immer etwas zu gucken (oder zu kaufen) und im dazugehörigen Restaurant "Roadhouse" gibt's astreine Burger. 

Kleine Randnotiz: Noch am Abend vor der Tour war ich mir nicht sicher, welches Navi ich mitnehmen sollte - das alte oder das neue TomTom. Wenn man alleine fährt, ist es nicht schlimm, wenn sich ein Navi mal "verlotst" - führt man aber eine Gruppe von zehn Moppeds an, käme das allerdings nicht so gut, wenn plötzlich alle in einer Sackgasse oder auf einem Feldweg wenden müssten. Das neue Rider400 steht immer noch im schlechten Ruf - doch ich hab' drauf gesch... und dem neuen Navi die Gelegenheit gegeben, sich zu beweisen. Und das hat es sehr gut gemacht. Fehlerfrei. Nochmal mein Kompliment an TomTom.

Waiting for the Dutch biker...

Wir hatten uns mit Vincent Lensen und seiner Gruppe auf einem Parkplatz im Wald bei Ermelo verabredet, um die restlichen Kilometer zum Dolfinarium gemeinsam im Korso zu fahren. Wir erreichten den Treffpunkt exakt pünktlich, sogar fünf Minuten früher als geplant. 

Waiting for the Dutch people... Waiting for the Dutch people...

Knapp zehn Minuten später rollte dann Vincent mit seiner Gruppe an. Ihm war es gelungen, seine Teilnehmerzahl signifikant zu erhöhen: Dieses Mal bestand seine holländische Gruppe aus fünf Moppeds...;-)

 

Gemeinsam ging es dann ins knapp zehn Kilometer entfernte Harderwijk. Wir fuhren schön nacheinander und mit etwas größerem Abstand (damit der kleine Korso nach mehr aussah) vor das Dolfinarium im Yachthafen. Dort erwartete uns ein Empfangskomitee von niederländischen Demonstranten, die sich tierisch über die lautstarke Moppedunterstützung freute.

 

Nach ein bisschen Smalltalk in holländisch-deutsch-englischem Mischmasch, der Patchübergabe und einem kurzen Snack war der offizielle Teil dann schon überraschend schnell wieder beendet. 

Unser Fazit: Schöne Tour dank toller Gruppe...

Die deutsche Gruppe machte sich gegen 15.30 Uhr wieder auf den Rückweg. Durch den schönen Naturpark Hoge Veluwe ging es wieder via Tolkamer und über die Rheinbrücke bei Emmerich zur Dosenbahn A57.

 

Nach der Rückkehr haben Anja, Andreas und wir schonmal ein Fazit gezogen:

 

Wir haben ja schon einige Touren mit fremden Bikern gemacht, die sich erstmals am Tourtag zusammengefunden hatten und wir haben nahezu jedesmal mindestens einen dabei gehabt, "der/die aus dem Ruder lief", sein Fahrkönnen überschätzte oder ständig was zu meckern hatte - das war dieses Mal nicht so. Das Gegenteil war der Fall, es hat großen Spaß gemacht.

 

Ein ganz großes Kompliment an die Gruppe, an jede(n) einzelnen und natürlich nochmal an "die Drei mit der Warnweste" - Jürgen, Andreas & Rene.

 

Alle haben sich ihr Erinnerungspatch auf der 500-km-Tour redlich verdient und erfahren. Kaufbar ist dieses Patch übrigens nicht. Wer eines möchte, sollte 2016 mitfahren.

 

Uns hat es so viel Spaß gemacht, dass wir nun einen Orca "adoptiert" haben. Die Patenschaft von Orca "Crewser" widmen wir allen, die beim German Ride dabei waren -> Orca Crewser

Infos zum Thema:

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