Reisecruiser @ Harley Dome Cologne
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Harley Dome Cologne 2015

...mal aus der Sicht eines Ausstellers beschrieben...

22.-24. Mai 2015

 

An diesem Wochenende war Köln zum zweitenmal nicht nur rut & wiess, sondern auch schwarz & orange.

 

Mehr als fünftausend Harleyfahrer, viele Moppedfahrer anderer Marken und Kölner Familien besuchten den Harley Dome Cologne rund um den Kölner Tanzbrunnen - inzwischen schon das größte Harleytreffen im Rheinland und auf dem besten Wege, eine kölsche Tradition zu werden.

 

Wir waren auch dieses Jahr wieder am Samstag und Sonntag mit einem großen Stand auf der Händlermeile im Infield vertreten - gemeinsam mit King Kerosin, Bikers App, Abacus und den Jungs von den SpecOps Veterans hatten wir dieses Jahr einen themenreichen Hotspot und natürlich gekühlte Getränke - Jacky für die Jungs und Hugo für die Mädels.

Top-Programm trifft auf "Geiz ist geil"-Mentalität

Das zweitägige Bühnenprogramm, das der Veranstalter engagiert hatte, konnte sich sehen lassen: Michael Schenker’s Tempel of Rock, Jimmy Cornett and The Deadmen, AC/BC sowie Cologne in Concert mit Gerd Köster & Frank Hocker lieferten musikalisches Top-Niveau ab. Eines der weiteren Highlights war natürlich wieder die knapp zwanzig Kilometer lange Harley Parade durch Köln. Abgerundet wurde das Ganze durch Bike-Fotoshootings, Custombike-Show, Händlermeile, Harleyshow "Legends on Tour" und, und, und...

 

Wer sich angesichts dieses großen Aufwandes über den Eintrittspreis von zwanzig Euro aufregte (und das erlebten wir an unserem Stand öfter), hatte echt einen an der Waffel - sorry, muss man mal so sagen. Für diese Besucher soll es sicher anders herum sein: Top-Programm, zig Händler und viel Action, aber das ganze bitte gefälligst kostenlos. Dazu mal eine Frage: Arbeitet Ihr alle umsonst? Wohl kaum.

 

Wenn, dann waren allenfalls wieder die abgehobenen Getränkepreise sowie die mäßige Qualität der Imbißbuden kritikwürdig - doch nach unserer Kenntnis werden Preise & Qualität nicht vom Veranstalter des Harley Dome festgelegt, sondern vom Verpächter der Location aufgezwungen und eingesackt. Der heißt übrigens Rhein Connection GmbH - dort sollte man sich zu Recht beschweren.

Viel Streßresistenz & viel Improvisation waren nötig...

Apropos Aufwand - für uns war der Harley Dome wieder ziemlich stressig. Den Besuchern fällt das ja nicht auf, aber für uns begann das Event schon mit Planungen & Meetings Tage zuvor. Dann der Streß bei der Anfahrt am Freitag - zig Händler und Akteure standen quasi alle auf einmal vor dem Orgateam und wollten ihren Standplatz wissen und mit ihren 40-Tonnen-Trucks das Nadelöhr am Eingang des Tanzbrunnens passieren.

 

Unser Bus, zwei Transportfahrzeuge fürs Equipment und zwei Motorräder standen wie alle anderen irgendwo verteilt im Stau. Alle zuvor akribisch geplanten Zeitabläufe für den Aufbau wurden natürlich früher oder später über den Haufen geworfen. Improvisation war gefragt - bzw. die Akzeptanz des kölschen Grundgesetzes: Et kütt wie et kütt. Am späten Freitagabend hatten wir gerade mal das Nötigste aufgebaut, dabei sollte es am Samstag schon um zehn Uhr losgehen. 

 

Jedenfalls waren wir mit dem Aufbau pünktlich fertig - aber auch schon insgesamt fertig, bevor es eigentlich losging. Naja, das gleiche dann auch wieder rückwärts am Sonntagabend.

...unser Fazit

Von uns gibt es auf jeden Fall ein dickes Lob an die Leute vom Orgateam vor Ort - sie haben stets die Nerven behalten, waren unglaublich zügig und flexibel und haben einen tollen Support für die Händler abgeliefert! Das hat vieles erleichtert.

 

Voriges Jahr, bei der Premiere, wurden seitens des Veranstalters einige gröbere Fehler gemacht, dieses Jahr waren's schon viel weniger. Die Veranstalter haben gezeigt, dass sie Kritik ernstnehmen und haben sich schon deutlich verbessert, aber natürlich ist da noch Luft nach oben - doch auch Hamburg, Rüdesheim und wie sie alle heißen, haben auch mal bei Null angefangen und waren sicher nicht sofort perfekt...

 

Uns hat der Harley Dome Cologne jedenfalls Spaß gemacht, wir haben zig tolle Gespräche geführt und vom Jacky blieb am Ende auch nix mehr übrig.

 

Ob wir nächstes Jahr wiederkommen? Offengestanden, das wissen wir noch nicht. Statt des ganzen Aufwandes und der Kosten (uns hat das Wochenende immerhin rund zwei Mille gekostet) wäre es vielleicht auch mal ganz schön, nur mit dem Mopped hinzufahren, zweimal zwanzig Euro abzudrücken und das ganze Event einfach mal nur zu genießen...

Rückblick: Harley Dome Cologne 2014

Harley Dome Cologne 2014

Wir waren zum ersten Mal mit einem Stand auf einem derart großen Moppedtreffen vertreten - und es war hochinteressant, mal das ganze Drumherum eines solchen Events aus dieser Perspektive zu erleben.

 

Unser Fazit dazu schonmal vorab: Datt' is' ganz schön anstrengend, zwei Tage von morgens früh bis spät abends ununterbrochen auf den Beinen zu sein.

 

An beiden Tagen war am Kölner Tanzbrunnen mächtig viel los und es gab Harleys in allen Variationen zu bestaunen. Keine glich der anderen. Wir hatten von den Organisatoren einen Standplatz in der Nähe der Bühne am Tanzbrunnen zugewiesen bekommen, direkt an einem Durchgang zum Harley-Priority-Parking.

 

Vielen Dank dafür, das bot reichlich Beobachtungspotential. Ganz besonders freuten wir uns, dass wir die einzigen waren, die mit "Nicht-Harleys" in die Event- und Tradingarea fahren durften.

 

Unser Stand glänzte mit einer rabenschwarzen Thunderbird und der Royal Star in rut & wiess. 

Rut & Wiess auf dem Harley Dome Cologne 2014 Rut & Wiess auf dem Harley Dome Cologne 2014

Grund genug für den einen oder anderen Star- oder Triumphfahrer, konspirativ auf ihr verdeckt getragenes Markenpatch oder die britische Flagge hinzuweisen und das Gespräch leise mit den Worten zu beginnen, dass man ja auch ein "richtiges" Mopped fahren würde. Aus meiner Sicht gibt es das "richtige Mopped" aber nicht. Zum Glück, denn dann würde es ja überhaupt keine Vielfalt geben. Und gerade Vielfalt, das können die Harleys. Wie oben schon geschrieben: Keine glich der anderen. 

 

Der Harley Dome Cologne war jedenfalls sehr gut besucht und auch das Rahmenprogramm war toll - diverse Coverbands spielten am Samstag und das absolute Highlight war am Sonntag der Auftritt der "kölschen Boygroup Kasalla". Viele Händler boten ihre Waren an und auch für Food & Beverages war bestens gesorgt. 

Das absolute Highlight dürfte für die Harleyfahrer aber die Parade durch die schönste Stadt am Rhein gewesen sein. Davon haben wir natürlich nix mitgekriegt, da wir ja an unserem Stand waren. Es haben sich aber tausende an der Parade beteiligt und, wie wir hinterher gehört haben, hat's rieisg Spaß gemacht.

 

Klar, der eine oder andere Punkt war verbesserungswürdig, aber trotzdem war es rundum eine würdige Veranstaltung für 111 Jahre Harley. Dafür, dass dieses Event in Köln erstmalig auf die Beine gestellt wurde, war das ein toller Erfolg und wir wollen hoffen, dass das in Köln der Beginn einer Tradition war... 

Infos zum Thema:

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